Ein riskanter Plan – Die Kritik

Posted: 28. Januar 2012 in Kino

Auch der beste Film kann nicht mehr gerettet werden, wenn am Ende alles wie an den Haaren herbeigezogen wirkt. Mitunter kann es sogar passieren, dass damit die komplette Wertung nach unten gezogen wird. Der Film “Ein riskanter Plan” mit Schauspieler Sam Worthington (“Avatar – Aufbruch nach Pandora”, “Kampf der Titanen”) könnte sich somit in prominente Rohrkrepierer wie “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” oder “Knowing – Die Zukunft endet jetzt” einreihen. Tut er aber zum Glück nicht komplett.

Die Handlung
Es ist ein ganz normaler Tag in New York, als plötzlich eine Passantin auf dem Sims einen Hochhauses “21. Stock” (das wird nochmal wichtig nachher) einen Selbstmörder entdeckt. Bei dem Mann handelt es sich um dem Ex-Cop und aus dem Gefängnis geflohenen Nick Cassidy, der offensichtlich nichts mehr zu verlieren hat. Schnell sammeln sich viele Schaulustige an und auch die Polizei lässt nicht lange auf sich warten. Doch Nick will nur mit einer Person verhandeln – der Polizeipsychologin Lydia Mercer (Elizabeth Banks). Während sich die beiden unterhalten, wird relativ schnell klar, dass es hier um einiges mehr als nur einen Selbstmord geht, denn Nick Cassidy hat einen “perfekten Plan”.

Die Kritik
Schaut man sich vor dem Besuch des Kinos zunächst den Trailer an, fällt einem schon zu Anfang der größte Kritikpunkt an dem Film auf, denn er spoilert eindeutig zu viel von der eigentlich spannenden Handlung. Es zieht sich zwar nicht durch den ganzen Film, aber zu Anfang hat auch der Zuschauer keine Ahnung welche Ereignisse Nick zu seinem Handeln zwingen. Ist er nun der Böse oder das Opfer? Wie erwähnt erübrigt sich diese Frage allerdings, wenn man den Trailer gesehen hat. Hier wäre es schlauer gewesen, vielleicht nur Szenen vom Anfang zu zeigen.

Von dem kleinen Makel abgesehen entwickelt sich ein interessantes Spiel zwischen Nick Cassidy und der Polizei. Wie man schon im Trailer sehen kann, handelt es sich bei seiner Tat um keinen Selbstmordversuch, sondern um ein Ablenkungsmanöver. Der zweite Teil der Handlung spielt ganz in der Nähe ab, wo sein Bruder Joey und seine Freundin versuchen in ein Bank-Gebäude gegenüber von dem Hochhaus einzubrechen. Auch dieser Handlungsstrang wird spannende erzählt, wenn er auch mir einigem Humor gespickt ist. Der Ernst der Lage will nicht so wirklich aufkommen. Ohnehin konzentriert sich die Kameraführung sehr auf die Brüste von Joey’s Freundin, die deutlich mehr drauf hat, als man am Anfang denkt.

Doch was nützt eine spannende und durchdachte Story, wenn am Ende doch alles über den Haufen geworfen wird. So perfekt Nicks Plan auch ist, natürlich geht einiges schief und es mündet in einen leider lächerlichen Showdown mit den eigentlichen Bösewichten des Films. By the way, Ed Harris (“The Rock”) ist ganz schön alt geworden. Ich möchte hier nicht mehr zuviel spoilern, aber das absolute Highlight ist Nicks Sprung vom Hochhaus – wir erinnern uns 21. Stock – auf einen kleines Luftkissen, welches man theoretisch schon aus dem 8. Stock verfehlen würde.

Das Fazit
“Ein riskanter Plan” bietet spannenden Popcorn-Kino für einen Abend. Allerdings hat man den Film nach gut einer Stunde schon wieder vergessen, da er nichts hat was einem länger in Erinnerung bleiben könnte. Er gehört in die Kategorie “Einmal gesehen – reicht”. Wenn man nicht zu sehr über das Ende nachdenkt, kann man alles in allem zufrieden aus dem Kinosaal gehen. Der Film wollte sein Publikum unterhalten und das hat er geschafft. Dennoch hätte man gerade am Ende mehr aus der Story machen können. Weniger Comedy-Element und mehr Härte hätten dem Film gutgetan.

Kommentare
  1. Aiman sagt:

    Hallo in IE7 sieht dein Blog irgendwie komisch aus.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s